Biorohstoff Hanf Vor- und Nachteile

Biorohstoff Hanf Vor- und Nachteile

ökologische Vorteile

Hanfpflanze

Wenn man den Biorohstoff Hanf mit Baumwolle vergleicht, wird eine Sache deutlich. Baumwolle wächst nur in einigen Regionen wie Asien, Mexiko oder den Inkas in Peru etc. . Dagegen Hanf auf fast jedem Boden von den Tropen bis nach Sibirien wächst. Diese Pflanze wird bis zu vier Meter hoch und entwickelt viele Wurzeln. Dieses Blätterwerk ist spätestens im Juli so dicht, dass Beikräuter im Feld zu wenig Licht bekommen und verwelken. Aus diesem Grund muss Hanf nicht chemisch mit Unkrautbekämpfungsmitteln gespritzt werden.

In diesen sogenannten “Hanf Feldern” besteht ein sehr feuchtes Klima. So ein Klima ist normalerweise perfekt für Pilzbefall.  Hanf ist dagegen aber nicht empfindlich, deswegen wird auch keine chemische Fungizide verwendet. Alles von den Samen über die Blätter bis hin zu den Stängeln kann verwertet werden. Das zeigt, dass der Rohstoff optimal genutzt wird. Die Hanffasern sind sehr widerstandsfähig. Deshalb kann Papier aus Hanf öfter recycelt werden als Papier das aus Holzfasern besteht. Somit führt dies zur Verlängerung des Stoffkreislaufes.

 

ökologische Nachteile beim Hanfanbau

Hanfanbau

Wie vorhin schon erwähnt ist die Hanfpflanze vier Meter hoch und muss nicht gespritzt werden. Dies kann aber auch ein Problem darstellen, da die Beikräuter dann nicht mehr wachsen und sich vervielfältigen können. Deswegen wird von großem Anbauflächen abgeraten.  Hinzu kommt noch, dass modifizierte Landmaschinen und Häcksler für diese großen Pflanzen benötigt wird. Da diese erst produziert werden müssen, was auf einen riesigen Aufwand an Ressourcen hindeutet. Nicht nur wegen seiner Größe, sondern auch wegen seinem Blattwerk, eignet sich frischer Hanf nicht für den Transport.

biologische Vorteile

Hanffasern

Durch das Sächsische Landesamt für Umwelt und Geologie hat sich rausgestellt, wie viele Insekten in normalen und biologischen Hanf Feldern sich befinden. In biologischen Feldern dagegen ist die Zahl der Insekten nicht nur höher, sondern auch vielfältiger. Das führt sowohl zu einer positiven Auswirkung auf den Vogelbestand, als auch auf das Gleichgewicht der Natur. Die Hanfsamen enthalten Tenside, aus diesem lässt sich biologisches Waschmittel herstellen.

 

Hanfprodukte:

Hanffasern:

Hanf ist sehr vielfältig und kann zu vielen Produkten verarbeitet werden. Da die ganze Pflanze verwendet werden kann, ist eine hohe Wertschöpfung die Folge. Die Fasern werden aus den dicken Stängeln der Pflanze gewonnen. Sie können verarbeitet werden in zum Beispiel Hanfseilen, Dichtungsmaterial, Papier, Innenverkleidung von Autos und zu jeder Art von Textilien (Matratzen, Handtücher, Kleidung, Rucksäcke etc.). Im Internet können einige Onlineshops finden, welche Hanftextilien verkaufen (z.B. bei Nordic Oil). Neben Hanföl über Haut Pflegeprodukte bis hin zu Hanfkapseln hier kann man alles in der Richtung bestellen. Ebenso kann aus den Fasern Baustoffe wie Dämmwolle oder Betonersatz umgesetzt werden.  Wenn die Hanffasern gepresst und verleimt werden, kann aus den Pflanzenteilen auch Bretter, die zu Möbeln weiterverarbeitet werden.

Früchte:

Aus Hanf können essbare Früchte in Form von kleinen Nüssen hergestellt werden. Sie sind nicht nur reich an Proteinen, Vitaminen, Mineralstoffen, sondern sowohl ungesättigte als auch gesättigte Fettsäuren. Die kleinen Mengen werden meistens für Brot oder Müsli verwendet. Ebenso kann Mehl daraus produziert werden.

Hanfsamen:

Sogar die Hanfsamen sind essbar. Sie werden verarbeitet in z.B. Brotaufstrichen, Schokolade oder in Brot. Aus ihnen wird auch Speiseöl gewonnen. Das Öl kann weiterverarbeitet werden in Pflegeprodukte (z.B. bei Nordic Oil). Somit ändert sich auch die pharmazeutische Bedeutung, denn Hanföl wirkt auch gegen Neurodermitis oder Allergien.

Hanfblätter und Hanf Pflanzenreste:

Die Pflanzenreste können als Biomasse in Kraftwerken zu erneuerbarer Energieverwertung verwendet werden. Für Tiere kann aus den Resten der Stängel ein sehr saugfähiges Einstreu hergestellt werden.

Medizinische Vorteile

medizinisches Hanf

25 % aller Frauen und 8% aller Männer bekommen im Laufe ihres Leben Migräne. Die Hanfpflanze kann dagegen helfen. Laut einem Bericht eines Arztes aus California konnten sie mit Hanf mehr als 30.000 Menschen gegen Migräne helfen. Das THC was inhalten ist, kann zur Hemmung von Übelkeit und als Appetitanreger bei Aids- und Krebstherapien eingesetzt werden. Zudem verlangsamt es den Tumorwachstum. Unter anderem kann das THC Alzheimer vorbeugen. Weltweit leiden Millionen von Menschen an Alzheimer. Mehrere Studien weisen darauf hin, dass die Verwendung von medizinischem Hanf bei den Augeninnendruck von Glaukompatienten verringert.  Hanf beugt auch Anfallsleiden, ADS und ADHS, MS, PMS, Tourette-Syndrom vor.

 

Nebenwirkungen von Hanf

 

Hanf ist eine starke Droge mit vielen Nebeneffekten. Die Schäden sind ähnlich wie die beim Zigarettenrauchen. Hinzu kommen noch die akuten Nebenwirkungen. THC kann mehrere Dinge beeinträchtigen. Hier dazu gehört die Aufmerksamkeit, das Gedächtnis, die Reaktionsfähigkeit, sowohl als auch die Aktionen der Muskulatur und die Bewegungskoordination. Aus diesen Gründen sollte nach dem Hanfkonsum auch kein Kraftfahrzeug getätigt werden. Dazu kommen noch oftmals Herzfrequenz Steigerungen 20 bis zu 50 %, Abnahme des Tränenflusses, Mund- und Rachentrockenheit, Effekte auf das Hormonsystem, Blutdruckabfall bzw. hoher Blutdruck. Im Gegensatz zu anderen Drogen sind die Nebenwirkungen von Hanf äußerst gering.

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